Ja zu gelebter Menschenfreunlichkeit

„Als aber erschien die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Heilands, machte er uns selig – nicht um der Werke willen, die wir in Gerechtigkeit getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit … durch Jesus Christus, unsern Heiland.“ (Titus 3,4-6)

Bald feiern wir wieder das große Fest: Die Freundlichkeit und Menschenliebe unseres Gottes ist erschienen und hat sich gezeigt – konkret im Menschen Jesus, im Heiland und Retter. In seinen Worten und Taten, in seinem Lebensschicksal, seinem Sterben und seiner Auferstehung. Allen voran in seiner Kernbotschaft: Du bist Gott recht. So wie du bist. Du bist ein geliebtes Kind Gottes. Gott gibt dich nicht auf. Er will dich immer wieder erneuern und verwandeln.

Das ist die Mitte unseres christlichen Glaubens. Da hat Menschenverachtung und Menschenfeindlichkeit, wie sie in rechtsextremen Positionen immer wieder geäußert und gezeigt werden, keinen Raum.

Es gibt keine Ungleichheit oder Ungleichwertigkeit menschlichen Lebens. Ausgrenzung und Herabwürdigung, Gewalt und Hass gegen Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion, ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Begabungen oder Beeinträchtigungen passen nicht zur Botschaft des Evangeliums „Siehe ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird!“ (Lukas 2,1)

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) hat vor 10 Jahren eine
Handreichung herausgegeben, die sich klar zur Menschenfreundlichkeit Gottes bekennt und damit jedweder Form von rechtsextremer Menschenfeinlichkeit eine klare Absage erteilt.

Stattdessen werden Handlungsvorschläge gemacht, wie menschenfreundliches Verhalten in Kirche und Gesellschaft gestärkt werden kann.

Dabei reflektiert sich Kirche auch selbstkritisch und vermeidet eine Position, die mit dem Finger auf andere zeigt, aber dennoch klare Grenzen formuliert:

„Rassistische Äußerungen, gruppenbezogene Abwertungen und rechtsextreme Ideologien widersprechen christlichen Überzeugungen fundamental.“ (S. 27)

Über theologische Positionen zum Rechtsextremismus können Sie sich auch auf der Homepage der ELKB informieren:

gegenrechtsextremismus.bayern-evangelisch.de