
Die Kirchengemeinde der Gnadenkirche nahm in einer Gedenkandacht am 4. Mai Abschied von Pfarrer Axel Melcher, der am 28. März, wenige Tage vor Ostern, unerwartet im Alter von 82 Jahren verstarb.
Axel Melcher wurde am 25. Februar 1944 in Neudeck (CSR) geboren. Seine Dienstjahre hat er überwiegend im Dekanatsbezirk München verbracht, von 1990 bis zu seinem Ruhestand 2009 in der Gnadenkirche gewirkt.
Mit seinem Dienst und Engagement hat er viele Menschen begleitet und fast zwei Jahrzehnte die Gemeinde der Gnadenkirche geprägt. Auch im Ruhestand blieb er der Gemeinde verbunden und war bis zuletzt im Kirchenchor der Gnadenkirche engagiert. Mit der Kantorei probte er noch für den Ostergottesdienst, an dem wir die wunderbare Botschaft hörten:
Christus spricht:
„Ich lebe und ihr sollt auch leben.“
(Johannes 14,19)
Wir vertrauen Pfarrer Axel Melcher der gnädigen Liebe Gottes an.
Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.
(Psalm 139, 9-10)
Unsere Anteilnahme gilt seinen Angehörigen, Wegbegleitern und Freunden.

Prof. Dr. Dr. hc Günter Heinritz
verstarb 16.1. im Alter von 85 Jahren. Mit der Familie, Freunden und Weggefährten aus Wissenschaft und Politik teilen viele Gemeindemitglieder die Trauer und nahmen Abschied im Trauergottesdienst in der Friedenskirche und bei der Beisetzung.
Die Verdienste von Günter Heinritz für die Friedenskirche sind beeindruckend und vielfältig. Über Jahrzehnte engagierte er sich und konnte u.a. die neue Orgel und das Kinder- und Jugendhaus durch seine Gaben und Kräfte entscheidend fördern, bis hin zu ihrer Verwirklichung.
Pfarrer i.R. Thomas Körner erinnert:
„Dr. Heinritz Art, Äußerungen kritisch und doch wohlwollend auf ihren Inhalt abzuklopfen, habe ich sehr geschätzt. Oft hatte er z.B. im Kirchenvorstand den Nagel auf den Kopf getroffen.
Bei der Finanzierung des Kinder- und Jugendhauses konnte ich mich auf ihn verlassen. Sehr eindrücklich war ein Ausflug mit ihm zur Landessynode in Bamberg im November 2007. Wir hatten den 3. Preis im „Fundraising-Wettbewerb von Kirche und Diakonie“ bekommen, mit einem Preisgeld von €2.000,-. Wir durften eine kleine Rede halten und Dr. Heinritz überreichte dem damaligen Landesbischof Friedrich eine Flasche Rotwein unseres Fördervereins, in dem er sich ebenfalls stark engagierte.
Nach Fertigstellung des Hauses (2009) half Dr. Heinritz die Stiftung für eine lebendige Zukunft der Friedenskirche zu gründen. Noch über meine Pensionierung hinaus, bis 2025, war er zweiter Vorsitzender der Stiftung.“

