Liebe Leserinnen und Leser,

„Augenblick mal!“

Ein Ausruf, der uns spontan hellhörig werden lässt. Da schwingt manches mit:

„Augenblick mal, da ist was anders!“
„Augenblick mal, ich komme.“
„Augenblick mal, halt an!“

Bis hin zu einem Empörten:
„Augenblick mal! Das können Sie doch nicht machen!“

Hinter dem Ausruf steckt etwas. Wenn Sie diese Ausgabe in Händen halten, dann wird Ihnen auffallen:

„Augenblick mal, da ist was anders!“

Dahinter steckt was: Der Gemeindebrief ändert sich gerade, wie so vieles in unseren Gemeinden und unserer Kirche.

Gemeinden wachsen zusammen.

Mehr und mehr wollen wir uns auch in Dachau und im Landkreis als gemeinsam evangelisch verstehen.

Gemeinsam wollen wir die froh und frei machende Botschaft zu den Menschen bringen. Gemeinsam einladen, sie zu feiern, sich darüber auszutauschen, sie zu erleben.

Denn: das Gemeinsame betonen, ist wichtiger als die Unterscheidung von „wir“ und „ihr“. Daher werden Sie in dieser Ausgabe keine „Logos“ mehr finden. Sie finden Angebote. Von allen. Für alle. Ressourcen werden knapp. Das erleben wir leider weltweit. Und auch die Verteilungskämpfe um die Ressourcen. Sie sind erschreckend!

Statt sich aber zu „bekriegen“, wer denn nun den größten Teil vom Kuchen abbekommt, sollen wir als Christen und als Kirche uns auf das besinnen, was uns Jesus aufgetragen hat, sinngemäß nachzulesen in der Bergpredigt im Matthäusevangelium (Kap. 6):

Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel kostbarer als sie? … Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? … Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft. Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.

Vertrauensvoll leben, dass Gott sorgt – nicht nur für mich.

Dazu lädt Jesus ein. Das macht frei. Frei auf das zu schauen, was wichtig ist, was trägt, was Halt gibt im Leben.

Vielleicht nehmen Sie sich mal einen Augenblick Zeit, für sich darüber nachzudenken. Und gerne auch, um uns Feedback auf diese neue Ausgabe zu geben – und die Gedanken, die dahinterstecken.

Ihre Pfarrerin
Ulrike Markert