Liebe Gemeindemitglieder,

eine turbulente, in Manchem entbehrungsreiche Wüstenzeit haben wir im dritten Jahr der Corona-Pandemie erlebt. Und was uns in diesem dritten Winter blühen wird, ist noch nicht ausgemacht.

Unser Titelbild erinnert dabei auch an die Reise der drei Weisen aus dem Morgenland, die den „Königssohn“ Jesus suchen und ihm bei ihrer Ankunft huldigen wollen. Sie bringen allerhand mit und reisen nicht mit leeren Händen wieder ab. Im Gepäck haben sie nun das Wertvollste ihrer Begegnung mit Jesus, nämlich Glaube, Liebe und Hoffnung. Das gilt ihnen als „Wegzehrung“. Und wenn sie davon etwas umsetzen können, dann sind sie gestärkt, wenn sie wieder Vieles entbehren müssen.

Wir wollen Sie mit dieser Ausgabe unseres Gemeindebriefes auf das Weihnachtsfest einstimmen. Den „Advent“ haben wir zum Anlass genommen, den Begriff der „Ankunft“ weiter zu fassen. Ulrike Markert, die darauf hinweist, dass Glaube und Spiritualität kein „Fast-food“ darstellt, entfaltet die Ankunft Gottes in der Welt entlang der Wochensprüche der vier Adventssonntage.

In einem Interview mit Ilse Stirner wird eine andere Ankunft deutlich, nämlich das Ankommen aus Siebenbürgen in die Bundesrepublik und in Dachau. Das war 1985.

Und Cecile Koch, Religionslehrerin im Landkreis, beschreibt, wie Schulkinder im September im neuen Schuljahr angekommen sind. Mit Abstand wegen der Coronaregeln, aber mit Gottes Segen, den keine Abstände kümmert.

Ich selber kaue auf dem Begriff „Ankommen“ herum und entdecke, dass wir in einem übertragenen Sinne schon längst angekommen sind, wenn wir das tun, was wir gern tun. Und wenn dies mit Gemeinschaft, mit Gesprächen und Begegnungen zu tun hat, dann hat dies sehr viel mit Weihnachten zu tun. Denn Gott kommt in diese Welt, um mit uns im Gespräch zu bleiben und uns zu versammeln!

Zu guter Letzt:
Pfarrerin Lisa Bühler, unsere neue Pfarrerin an der Friedenskirche, „will“ zweimal im Landkreis ankommen.
Hat sie sich seit 1. März glücklich in Dachau eingerichtet und kam dann endlich ihr Mann im Sommer nach, erhielt sie im September eine Eigenbedarfskündigung, sodass sie Ende September ein weiteres Mal umziehen musste.
Diesmal kam sie in Odelzhausen an!
Nun leben sie mitten in Odelzhausen, den (katholischen) Kirchturm im Blick, das Aufwachen morgens begleitet mit 3 Minuten vollem Geläut.

Pfarrer Thomas Körner

Thomas Körner