Geistliche Gemeinschaft in Zeiten des Lockdowns

Glaube lebt von Gemeinschaft. Was aber, wenn Gemeinschaft nicht möglich ist?! Ein Blick in die Kirchengeschichte und in die Bibel zeigt: Das ist nicht neu!

Lockdown aus Angst vor Verfolgung (Joh. 20):

Unmittelbar nach Ostern verschanzen sich die 11 Jünger im Haus. Auf einmal tritt Jesus durch die geschlossene Tür. „Fürchtet euch nicht“, die altbekannten Worte, die altbekannte Stimme. Ein Wunder. Der Gekreuzigte und Auferstandene erreicht  die bangen Herzen der Menschen, wo alles aussichtslos scheint. Das gehört von Anfang an dazu. Jesus nimmt Kontakt auf, er vernetzt sich spirituell mit denen, die an ihn glauben. 

„Spirituell“ – da steckt „Geist“ drin:

Lat. „spiritus sanctus“ – „Heiliger Geist“. Das führt uns zu Pfingsten. Auch da sind die 12 Jünger beisammen, unter sich, harren der Dinge, die da kommen… Dann plötzlich werden sie erfüllt vom Heiligen Geist. Und der Geist führt sie aus der Enge, der Sprachlosigkeit, der Angst (spannend: Apg. 2). Sie beginnen zu predigen, zu erzählen von ihrer Hoffnung, von dem, was sie bewegt und ihnen Kraft gibt. Auch wenn sie für verrückt erklärt und dann auch verfolgt und bedroht werden. Der Geist Jesus verbindet die  Menschen.

Der Geist weht bekanntlich, wo er will…

Spirituell vernetzt waren  Christengemeinden immer schon. Da wurden Briefe hin und hergeschickt – quer durch die ganze damals bekannte Welt. Darin immer wieder: Auslegung des Glaubens, Grüße, Gebete, Fürbitte, gegenseitige Unterstützung…

Was wir als Christinnen und Christen derzeit erleben, ist nicht neu. Nur die Medien unserer spirituellen Vernetzung haben sich geändert und es ist schon fast wie ein kleines Wunder, wie Trost, Hoffnung, Glaube wachsen  in all dem. Gott sei Dank: Der Geist weht und wirkt – auch in der digitalen Welt.