Vikarin Antonia Ehemann verabschiedet sich aus Dachau

Zweieinhalb Jahre Vikariat liegen bald hinter mir. Dass irgendwann der Abschied aus Dachau anstünde, wusste ich seit dessen Beginn. Aber dass im Mai immer noch ungewiss ist, ob ich zum 1. September meinen Probedienst antreten darf, habe ich dem Corona-Virus zu „verdanken“.

Trotzdem werfe ich jetzt schon einen Blick zurück und merke, dass die Vikariatszeit vor allem eines für mich war: Stärkung für den vor mir liegenden Weg. Mir kommt dabei der Prophet Elia in den Sinn, der auch Stärkung für seinen Weg erfuhr:
„Der Engel des HERRN rührte Elia an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir.“ (1 Kön 19,7)

Ich erinnere mich an die ersten unsicheren Bewegungen in den Arbeitsfeldern einer Pfarrerin. Im Laufe des Vikariats habe ich darin viele Erfahrungen gesammelt. Engel des Herrn, die mich stärkten, waren meine Mentorinnen Ulrike Markert und Amelie Drees, sowie viele Kolleginnen und Kollegen, die mir Rückmeldung zu meiner Arbeit gaben.

Nicht geringer schätze ich aber die Begleitung von Ihnen als Gemeindegliedern! Gerne erinnere ich mich an die Begegnungen, die ich im Rahmen meiner Ausbildung mit Ihnen hatte: Da waren stärkende Gespräche nach Gottesdiensten und dankbare Rückmeldungen nach Taufen oder Bestattungen. Auch meine Schülerinnen und Schüler gaben mir hilfreiche Tipps. Manch ein Besuch an Geburtstagen oder im Seniorenheim wird mir für immer im Gedächtnis bleiben und auch von den Gesprächen mit den Jugendlichen werde ich auf meinem weiteren Weg zehren.

In meiner Vikariatszeit war ich – wie Sie sehen – nicht alleine unterwegs. Nun bin ich dankbar, dass ich auch nicht allein gehen muss. Wie bereits in der gesamten Zeit als Vikarin begleitet mich mein Partner John Pohler, der seit Oktober 2018 auch Kirchenvorsteher der Gnadenkirche war.

Wir vertrauen darauf, dass Gott uns auf dem weiten Weg begleiten wird und hoffen, dass auch Sie Stärkung durch Gottes Engel erfahren.

Es ist schön, eine angehende Pfarrerin in der Ausbildung zu begleiten, zu fördern und zu unterstützen. Als Gemeinde schauen wir dankbar zurück auf so manche erfrischende Predigt, auf kreativen Unterricht, auf mitfühlende Seelsorge, mit denen Antonia Ehemann uns bereichert und ihre ersten Schritte als angehende Pfarrerin getan hat. Nach 2 ½ Jahren geht sie nun auf einen neuen Weg. Dazu wollen wir sie segnen und von ihr Abschied nehmen im Gottesdienst am 26. Juli um 9:30 Uhr in der Gnadenkirche.

Lieber John,
Du warst in Dachau noch gar nicht „richtig“ angekommen und hast Dich sofort entschieden, für den Kirchenvorstand zu kandidieren. Du bist gewählt worden und hast diese Wahl wahrhaftig angenommen. Du hast nicht nur die Diskussionen in den KV-Sitzungen bereichert, nein, Du hast tatkräftig mit angepackt. Da waren die Projekte „Glockensanierung“, die Du von der Ausschreibung bis zur Abnahme begleitet hast, da war „Dein“ Herzensprojekt „Orgelsanierung“ und nicht zuletzt die Neugestaltung der Homepage der Gnadenkirche. Alle diese Projekte haben Wirkung über Deine Zeit in der Gnadenkirche hinaus und werden uns somit an Dein Wirken in unserer Mitte erinnern. Wir sagen herzlich Dankeschön und wünschen Dir Gottes Segen für Deinen weiteren Lebensweg!

Ulrike Markert, das Team und
der Kirchenvorstand der Gnadenkirche

Liebe Antonia,
herzlichen Dank vom Redaktionsteam des Gemeindebriefs: Du warst sehr kreativ und engagiert und hast Adleraugen beim Layout (doppelte Leerzeichen…) – Du wirst uns fehlen!