Junge Talente an der frisch renovierten Simon-Orgel

Sonntag, 15. September, 18.00 Uhr
Eröffnungskonzert
mit Orgelführung um 17.00 Uhr

Orgel: Kasimir Sydow, München

Sonntag, 29. September, 18.00 Uhr
Orgel und Lesungen
Orgel: Constantin Scholl, Marburg

Sonntag, 13. Oktober, 18.00 Uhr
Musik für Oboe und Orgel
mit Orgelführung um 17.00 Uhr

Orgel: Marius Möller, Würzburg
Oboe: Cornelius Moller, Würzburg

Sonntag, 27. Oktober, 16.00 Uhr
Orgel für Kinder und ihre Familien
Orgel: Sonja Karl, Schwalmtal

Anlässlich der Renovierung der Simon-Orgel der Gnadenkirche in Dachau wird ein abwechslungsreiches Repertoire an Orgelmusik geboten:
Für vier ganz unterschiedliche Konzerte konnten junge Organistinnen und Organisten gewonnen werden, die den Farbreichtum der Orgel zu Gehör bringen werden.

Kasimir Sydow, Constantin Scholl, Marius Möller, und Sonja Karl (v.l.n.r.) ziehen alle Register.

Am Sonntag, den 15. September, um 18 Uhr eröffnet Kasimir Sydow (München) die Konzertreihe mit Werken von Louis-Nicolas Clérambault, Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms und Felix Mendelssohn Bartholdy. Um 17 Uhr wird es bereits eine Orgelführung geben.

Am Sonntag, den 29. September, um 18 Uhr sucht Constantin Scholl (Marburg) den Dialog von Orgel und Lesungen. Dabei werden Stücke von Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy und John Ebenezer West erklingen.

Am Sonntag, den 13. Oktober präsentieren Marius Möller (Würzburg) und Cornelius Moller (Würzburg) die reizvolle Kombination von Orgel und Oboe. Als besondere Highlights werden das Oboenkonzert d-moll von Alessandro Marcello in einer Bearbeitung für Orgel und Oboe und Werke von Johann Sebastian Bach zu hören sein. Auch hier wird ab 17 Uhr eine Orgelführung angeboten.

Abschließen wird die Konzertreihe ein Orgelkonzert für Kinder und Familien am Sonntag, den 27. Oktober, um 16 Uhr mit Sonja Karl (Schwalmtal). Das „Abenteuer Arche Noah“ macht mit einfachen Worten und Bearbeitungen von Bachs Orgelwerken kindgerecht die Sintfluterzählung erlebbar.

Der Eintritt für alle Konzerte ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Die Orgel der Gnadenkirche wurde 1968 vom Orgelbaumeister Ekkehard  Simon aus Landshut erbaut. Damit fällt sie in die Hochzeit der sogenannten  „Orgelbewegung“. Die Orgelbewegung wollte den Orgelklang der  Barockorgeln nachahmen. Sie wird daher auch als „Neobarock“ bezeichnet. Heute weiß man jedoch, dass die idealisierte barocke Klangvorstellung der Orgelbewegung historisch nie existiert hat. Die Orgeln dieser Zeit zeichnen  sich aber durch große Farbigkeit der Register (so nennt man eine  Pfeifenreihe) und kreative Registerzusammenstellungen aus.
Die Simon-Orgel der Gnadenkirche vereint diese Klangideale mit für die  Erbauungszeit untypisch hochwertigen Materialien: So sind die meisten  Pfeifen aus erstklassigen Zinn-Blei-Legierungen gefertigt, die wenigen Holzpfeifen zum Teil aus hochwertigem Mahagoni.

Der Zahn der Zeit geht jedoch auch an einer so hochwertigen Orgel nicht spurlos vorüber. Der Kirchenvorstand der Gnadenkirche entschied sich für den Erhalt dieses kulturhistorisch wertvollen Instruments.
Daher beauftragte er die Firma Deininger & Renner aus Wassertrüdingen, eine umfassende Reparatur der Orgel durchzuführen. Dabei wurden auch einige Pfeifen neu intoniert. Die historisch wertvolle Substanz und der Klang der Orgel blieben dabei erhalten.