Junge Talente an der frisch renovierten Simon-Orgel

Sonntag, 15. September, 18.00 Uhr
Eröffnungskonzert
mit Orgelführung um 17.00 Uhr
Orgel: Kasimir Sydow, München

Sonntag, 29. September, 18.00 Uhr
Orgel und Lesungen
Orgel: Constantin Scholl, Marburg

Sonntag, 13. Oktober, 18.00 Uhr
Musik für Oboe und Orgel
mit Orgelführung um 17.00 Uhr
Orgel: Marius Möller, Würzburg
Oboe: Cornelius Moller, Würzburg

Sonntag, 27. Oktober, 16.00 Uhr
Orgel für Kinder und ihre Familien
Orgel: Sonja Karl, Schwalmtal


Die Orgel der Gnadenkirche wurde 1968 vom Orgelbaumeister Ekkehard  Simon aus Landshut erbaut. Damit fällt sie in die Hochzeit der sogenannten  „Orgelbewegung“. Die Orgelbewegung wollte den Orgelklang der  Barockorgeln nachahmen. Sie wird daher auch als „Neobarock“ bezeichnet. Heute weiß man jedoch, dass die idealisierte barocke Klangvorstellung der Orgelbewegung historisch nie existiert hat. Die Orgeln dieser Zeit zeichnen  sich aber durch große Farbigkeit der Register (so nennt man eine  Pfeifenreihe) und kreative Registerzusammenstellungen aus.
Die Simon-Orgel der Gnadenkirche vereint diese Klangideale mit für die  Erbauungszeit untypisch hochwertigen Materialien: So sind die meisten  Pfeifen aus erstklassigen Zinn-Blei-Legierungen gefertigt, die wenigen Holzpfeifen zum Teil aus hochwertigem Mahagoni.

Der Zahn der Zeit geht jedoch auch an einer so hochwertigen Orgel nicht spurlos vorüber. Der Kirchenvorstand der Gnadenkirche entschied sich für den Erhalt dieses kulturhistorisch wertvollen Instruments.
Daher beauftragte er die Firma Deininger & Renner aus Wassertrüdingen, eine umfassende Reparatur der Orgel durchzuführen. Dabei wurden auch einige Pfeifen neu intoniert. Die historisch wertvolle Substanz und der Klang der Orgel blieben dabei erhalten.

Mit der Konzertreihe möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben, dieses wundervolle Instrument auch außerhalb des Gottesdienstes in eigenen Konzerten zu erleben. Dafür haben sich vier junge Talente gefunden, die den Farbenreichtum der Orgel präsentieren werden.