Was hat Euch bewegt, im Kirchenvorstand (KV)  mitzuarbeiten?

Regina Puschner (RP): Ich habe mich für die Mitarbeit im KV entschlossen, damit ich etwas für die Gemeinde tun, meine Zeit und mich in die Friedenskirche einbringen kann und um dort Leute zu treffen, die auf „meiner Wellenlänge“ sind, also meinen christlichen Glauben teilen.

Stefan Hübner (SH): Da ich in meiner alten Heimatgemeinde lange aktiv war, begann ich auch in der Gnadenkirche, meine Ideen einzubringen.  Durch meine berufliche Prägung versuche ich mich nun schon in der zweiten Wahlperiode insbesondere in die Organisation des Gemeindelebens sowie in alle „technischen Aufgabenstellungen“, wie z. B. Bauunterhalt, einzubringen. Kirche und Glaube sind mir seit meiner Jugend wichtig. Alle entscheidenden Weichenstellungen habe ich mit Gottes Hilfe getroffen und musste noch niemals eine Entscheidung bereuen. Die Mitarbeit in  der Gnadenkirche ist mir in gewisser Weise eine Herzensangelegenheit.

Dr. Christine Weindel-Wörl (WW):
Seit 25 Jahren arbeite ich aktiv in der Friedenskirche mit – zunächst in der Eltern-Kind-Arbeit, sodann in der Seniorenarbeit. Um die Gemeindearbeit mitgestalten zu können, habe ich mich in den KV wählen lassen. Zudem sind mein christlicher Glaube und die lebendige Gemeinde Motive, mich hier mit einzubringen.

Elke Thiele (ET): Durch die Mitarbeit in verschiedenen Bereichen der Gnadenkirche wie Partnerschaftsarbeit, Bibelkreis, Gemeindebrief, Musik und Gottesdienste habe ich im Laufe der Jahre immer mehr Menschen kennengelernt und ein Zugehörigkeitsgefühl entwickelt. Daraus entstand das Interesse, mehr von der Gemeinde „auch in der Tiefe“ kennen zu lernen, Verantwortung zu übernehmen und mich mit meinen Fähigkeiten einzubringen.

Was hat Euch besonders Spaß gemacht? Und wo waren die besonderen Herausforderungen?

RP:  Die Wahl, bzw. die Zusammensetz-ung des derzeitigen KVs waren zunächst eine große Herausforderung für mich. Neben mir war nur ein „altes“ KV-Mitglied im neu­en Gremium vertreten. Es ist aber ge­lung­en, schon nach kurzer Zeit ein tolles Miteinander zu finden und eine gute und zielorientierte Zusammenarbeit aufzu-bauen.

SH: Ich fand es besonders erfreulich, auf welche positive und stets rücksichtsvolle Art alle Mitglieder des KVs zusammengearbeitet haben, um die Gemeinde der Gnadenkirche zu leiten und zu stärken. Die Arbeit ist stets ein Spagat zwischen dem, was wünschenswert wäre und den vorhandenen Personal- und Finanzmitteln. Dass wir hier einen guten Weg gefunden haben trotz einer Vakanz auf der 1. Pfarrstelle und einer weiteren im Bereich der Jugendarbeit , sowie deutlichen Investitionen aufgrund der dringend nö­tigen Sanierung des Gemeindehausdaches, freut mich sehr.

WW: Ich bin begeistert davon, wie wir Kirchenvorsteher in den letzten Jahren zu einem so guten Team zusammengewachsen sind und wie wir anfallende Themen auf eine konstruktive Weise bearbeiten können. Als besondere Herausforderung in der Kirchenvorstandsarbeit sehe ich die Unterschiedlichkeit der anfallenden Themen, mit denen ich teilweise neues Terrain betrat. Sehr hilfreich ist in diesem Zusammenhang, dass wir Kirchenvorsteher aus unterschiedlichen beruflichen Bereichen kommen und uns in der Zusammenarbeit gut ergänzen.

ET: Die Gestaltung von Gottesdiensten liegt mir schon immer sehr am Herzen: Gottes Wort zu den Menschen zu bringen, Glauben zu leben und Gottes Liebe erfahrbar zu machen. Dies ist ein beständiger Lernprozess, und es gibt hier immer viel zu entdecken.

Wo liegen die zukünftigen Herausforderungen für die der Gemeinde?

RP: Die größte Herausforderung in der heutigen Zeit sehe ich darin, weiter Ehrenamtliche zu finden, die bereit sind, im KV, in kirchlichen Gruppen oder in Gemeindeprojekten aktiv mitzuarbeiten. Vor allem unser Plan, ein neues Gemeindehaus zu bauen, braucht noch viele Ideen, einen von allen getragenen Konsens und letztendlich eine Menge Geld.

SH: Für die neue Wahlperiode sehe ich als Themenschwerpunkte, die Jugend weiter an christlichen Glaubensinhalten

zu interessieren und in die Gemeinde zu integrieren und das gegen alle Verlockungen der großen weiten Welt und der gar nicht mehr so „neuen Medien“.  Auf der anderen Seite dürfen wir das Älterwerden unserer Gesellschaft nicht aus den Augen verlieren und unser Angebot hier immer wieder auf den Prüfstand stellen.

WW: Als größte Herausforderung sehe ich die Renovierung des Gemeindehauses sowie die rückgängigen Gemeindemitgliederzahlen.

Ich würde mich freuen, wenn wir für die zukünftige Arbeit im KV viele Gemeindemitglieder begeistern können, die uns dabei unterstützen, diesen Herausforderungen zu begegnen.

ET: Es bleibt eine spannende Herausforderung für KVs, sich einerseits um Planungen, Gebäude, Personal und Finanzen zu kümmern und gleichzeitig die Bedürfnisse der Gemeindemitglieder wahrzunehmen und die Gemeinde im Innern als lebendigen Ort des Glaubens und der Begegnung zwischen allen Generationen zu gestalten.